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Ruf in die Zukunft: Wiegenlieder aus dem Ghetto

7. Mai | 20:00

Ruf in die Zukunft: Wiegenlieder aus dem Ghetto

Mit dem moderierten Konzert „Ruf in die Zukunft / Volání do budoucnosti“ entsteht eine musikalische Begegnung zwischen Sachsen und Tschechien. Musik, Literatur und historischer Kontext verbinden sich zu einem bewegenden Abend über Erinnerung, Empathie und die Frage, was Menschen an kommende Generationen weitergeben.

Im Zentrum steht das Wiegenlied als intimste musikalische Form, ein Lied zwischen Trost, Angst, Hoffnung und Fürsorge, das Erfahrungen von Verlust oder Sehnsucht abbildet, aber auch den Wunsch nach einem guten Leben für die nächste Generation. Lieder aus jüdischen
Traditionen, aus dem Vilna-Ghetto oder das Gebet „Ani ma’amin“ in einer Überlieferung aus dem Warschauer Ghetto begegnen neuen musikalischen Stimmen der Gegenwart.

Das deutsch – tschechische Ensemble echo_von_nichts verbindet überlieferte und komponierte Wiegenlieder (u.a. aus Theresienstadt von Ilse Weberová, Gideon Klein, Hans Krása) mit neuen Kompositionen. Matouš Hejl (Prag) und Elena Schoychet (Dresden) vertonen Texte jüdischer Autorinnen wie der Dresdnerin Anna Joachimsthal-Schwabe (1892-1937) und Anna Štičkova (*1995) aus Brno.

Das Projekt versteht sich als kulturelles Netzwerk zwischen Deutschland und Tschechien. Die Entstehungsgeschichten der Lieder werden in den Moderationen durch das Ensemble erläutert. Dadurch entsteht ein Raum für Erinnerung und Austausch und die Musik wird zu einer emotionalen Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Nach den Konzerten sind Gespräche mit dem Publikum vorgesehen.

Das Projekt wurde für die Umsetzung des „Tacheles – Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“ entwickelt und durch Mittel der KdFS und den deutsch- tschechischen Zukunftsfonds gefördert.

Details

Datum:
7. Mai
Zeit:
20:00
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