Walter Battisti Archiv

„Seine Ölbilder versetzen den Betrachter in eine surreale Welt, in der die Personen und Objekte meisterhaft inszeniert sind“

Walter Battisti (*19.07.1968  + 31.05.2018) war ein aus Südtirol stammender Maler (geboren in Bozen), der in Dresden seine zweite Heimat gefunden hat.
Er studierte 1999 – 2007 an der Dresdner Hochschule für bildende Künste u.a. bei Siegfried Klotz und Max Uhlig und war Meisterschüler bei Peter Bömmels und gehörte lange Jahre quasi zum „Inventar“ der Blauen Fabrik in der Prießnitzstraße. Hier hatte er über viele Jahre nicht nur sein Atelier, sondern lebte auch im direkten Umfeld unter sehr bescheidenen Umständen – wie seine Vorbilder, die Pariser Bohème des 19. Jahrhundert.
Neben Malerei verfaßte Walter Battisti auch die Dichtung „Stalingrad“, in der er die Kriegserlebnisse seines Großvaters als Mahnung an ungute Entwicklungen der Gegenwart thematisiert. Zeitweilig studierte er an der TU Dresden Philosophie und beschäftigte sich intensiv mit den Werken Friedrich Nietzsches. Vielleicht zu intensiv – 2018 wählte er den Freitod.

Juliane Vesting über Walter Battisti:

»Walter Battisti hat ein umfangreiches künstlerisches Werk hinterlassen. Dresden und die alte blaue Fabrik sind zu seiner Wahlheimat geworden. Hier hat er sehr viel Zeit verbracht, beobachtet, geredet und gelebt. Seine Kunstwerke sind in seinem verwinkelten und von kuriosen Gegenständen gefüllten Atelier in der alten Blauen Fabrik und in seinen Wohnräumen entstanden, wo er bis zum Schluss gelebt hat.«

In der Blauen Fabrik ist der künstlerische Nachlass  von Walter Battisti eingelagert. Dieser soll schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

Selbstportrait                                                                                      Walter Battisti, Foto-Quelle: Bert Wawrzinek