Der „Förderkreis Gedenk-, Begegnungs- und Lernort Alter Leipziger Bahnhof“ hat in Kooperation mit der Blauen Fabrik 2023 die Veranstaltungsreihe „Erinnern Bilden Begegnungen am Alten Leipziger Bahnhof“ durchgeführt.  Die einzelnen Veranstaltungen wurden aus dem Netzwerk des Förderkreises heraus organisiert. Die Veranstaltungen wurden vom Stadtbezirksamt Dresden Neustadt finanziert. Die Veranstaltungsreihe führte zu einer besseren Vernetzung innerhalb des Förderkreises und zur Gründung des „Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V.“.

09. November Gedenken an die Reichsprogromnacht

Zum Gedenken an die Reichsprogromnacht, welche die Weichen von Diskriminierung hin zur offenen Verfolgung und späteren Massenmord an den jüdischen Menschen im Machtbereich des Nationalsozialismus stellte, legte am 23. November 2023 – neben Vertretern der jüdischen Gemeinden und dem Dresdner Oberbürgermeister –  erstmals auch der sächsische Ministerpräsident einen Kranz am Bahnsteig (direkt hinter der Blauen Fabrik) nieder.
Vorher gab es Reden von Renate Aris (letzte Holocaustüberlebende Sachsens) und von André Lang (Sprecher des Förderkreises), in denen auf die Notwendigkeit eines Gedenkortes an die Opfer der Shoa am ALB hingewiesen wurde. Der OB und MP versicherten ihre Unterstützung.

Abends endete der Gedenkrundrang zur Erinnerung und Mahnung der Dresdner LINKEN / AG Antifa in der Blauen Fabrik mit längeren Gesprächen.

05. Oktober „Die Unsterblichkeit der Sterne“ – Musikalische Lesung

Die Bücherverbrennung im Frühjahr 1933, die Zerstörung des literarischen und aufklärerischen Geistes, die Vernichtung des modernen geistigen Europas und der Aufbau diffiziler Feindbilder war der lodernde Auftakt der folgenden Barbarei. Der Aufklärung verpflichtete Literatur wurde tonnenweise ins Feuer geworfen und somit der „flackernde Niedergang“ eines besonderen kulturellen Bewusstseins eingeleitet. Mord und Selbstmord zugleich?

Die Veranstaltung erinnert an die Bücherverbrennung am 8. März 1933 und all die vielen „verschwundenen“ Bücher in der Zeit des Nationalsozialismus: Sie erinnert daran, wie eine damalige wissenschaftliche Elite den deutschen Geist zu verbrennen versuchte und die Sterne unsterblich blieben.

Ein Projekt vom „Augen auf e.V.“ und „Hillerscher Villa“.

 

07. September „Shir Ha Shirim – Lied der Lieder“

Ein Konzert mit der KAPELYE CORAZON.

 

27. Juli „Endlich Tacheles“ – Filmvorführung von HATivKVA e.V.

Endlich Tacheles ist ein Dokumentarfilm, der sich dem Umgang mit der Shoa in der dritten Generation der Überlebenden (also den Enkelkindern) auseinandersetzt. Die Filmvorführung organisierte HaTivKVA e.V. – Bildungsstätte für jüdische Kultur und Geschichte in Sachsen.

 

29. Juni 2023 „Ein Abend am ALB“ organisiert von „Herz statt Hetze“

Podiumsdiskussion zum ALB, Konzert mit YOUKALI, jüdische Küche von „Gefillte Feste e.V.“ und Film „Geigen gegen das Vergessen“ mit einer Einführung des Bogenbaumeisters Daniel Schmidt. Mehr unter www.hsh-dresden.de.