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Nordische Klänge IV: Altripp/Möller/Braun Trio

22. Mai | 20:00

7€ – 12€
Fotos von Marcus Friedrich, Marcel Götz, Peter van Heesen

 

Nordische Klänge IV: Altripp/Möller/Braun Trio (Vorpommern)

Die Reihe „Nordische Klänge“ präsentiert Musik von „nordischen“ Künstlerinnen verschiedener Genres. Vertreten sind Musiker aus den Ländern rund um die Ostsee. Einige leben in Deutschland, andere kommen auf Tour zu uns.
Die Reihe wird vom Stadtbezirksamt Neustadt gefördert.

Altripp/Möller/Braun Trio
Das Trio schafft eine Musiksprache, die die Grenzen zwischen freier Improvisation und struktureller Eleganz des traditionellen Trio-Jazz souverän überwindet. Die drei Musiker mit heimatlichen Bezügen zur Vorpommerschen Jazzlandschaft verbinden klare harmonische Linien mit rhythmischer Präzision und spontaner Kreativität. Ihre Stücke sind geprägt von der lebendigen Wechselwirkung zwischen klassischem Bebop-Gefühl und moderner, experimenteller Klangsprache – eine Balance aus Virtuosität und emotionaler Tiefe. Das Trio bewegt sich mit Leichtigkeit durch verschiedene Jazz- Genres: von den swingenden Rhythmen des traditionellen Jazz bis zu den unvorhersehbaren Wendungen der freien Improvisation. Dabei bleibt die Musik stets zugänglich, ohne an Tiefe zu verlieren. Ob in Eigenkompositionen oder in Interpretationen bekannter Standards beweist das Trio, dass Jazz nicht nur ein Spiel mit Regeln ist, sondern auch ein Dialog, in dem jeder Ton bewusst gesetzt wird. Mit Virtuosität und jeder Menge Spielfreude zeigt diese Band, dass Vorpommern neben Fischbrötchen und guter Seeluft auch im Jazz einiges zu bieten hat.

Tobias Altripp, 1998 in Athen geboren und in Deutschland aufgewachsen, tritt der Pianist seit den 2010er Jahren als Pianist, Komponist und künstlerischer Leiter diverser Projekte auf. Sein erstes Album unter eigenem Namen erschien 2019 und trug den Titel „Fermata“. 2020 folgte das Debut-Album „Experimental Blues“ seines Trios. Neben den eigenen Projekten wirkt er auch immer wieder als Sideman bei Künstlern wie zum Beispiel dem Saxophonisten der Freiburger Band „FATCAT“ Paul Andrew oder dem Mannheimer Trompeter Thomas Siffling. Als Pianist bei Bigbands, aber auch in kleineren Formationen kam es ferner unter anderem zur Zusammenarbeit mit Tony Lakatos, Sandy Patton, Doug Weiss, Klaus Graf, Ian Shaw und Torsten Zwingenberger.

Sebastian Braun ist ein vielseitiger Musiker, Musikpädagoge und Wissenschaftler. Als Kontrabassist und E-Bassist bewegt er sich zwischen Jazz, Klassik, Rock, Pop und experimenteller Musik und verbindet sie zu einzigartigen Klangwelten. Seine musikalische Arbeit zeichnet sich durch Improvisation, Groove und das Überwinden stilistischer Grenzen aus – stets mit dem Ziel, Menschen zu berühren und Brücken zwischen Hörgewohnheiten zu schlagen. Als Musikwissenschaftler und Autor forscht Braun zur Rolle des Free Jazz in der DDR. In seiner Dissertation „Free Jazz in der DDR – Die Attraktivität des Widerständigen“ (2024) untersucht er, warum dieser Musikstil dort besondere Resonanz fand. Die Verbindung von Praxis und Wissenschaft prägt seinen Ansatz: Musik wird hier als gesellschaftliches Phänomen und kulturelles Medium greifbar.

Wieland Möller studierte Schlagzeug am Rotterdamer Konservatorium und in New York sowie Rhythmik an der Musikhochschule, Dresden. Als performender Musiker arbeitet er vornehmlich im Jazz, der improvisierten Musik und interdisziplinär mit Tanz und performt auf internationalen Bühnen wie u.a.dem Buenos Aires Jazz Festival. Gefördert wurde er vom Goethe Institut, dem Berliner Senat und dem Dachverband Tanz. Als Bandleader konzertiert er seit über
10 Jahren mit dem von ihm gegründeten Akvariet Trio, spielt in dem internationalen Lava Quartet und Kollaborationen entstanden u.a. mit Markus Stockhausen, Ingo Reulecke und Okwui Okpokwasili. Wieland forscht an synästhetischen Beziehungen von Klängen und Bewegungen im Raum.

 

Details

Datum:
22. Mai
Zeit:
20:00
Eintritt:
7€ – 12€
Veranstaltungskategorie: