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Ausstellung „Jüdische Realitäten“

16. August - 6. September

Ausstellung „Jüdische Realitäten“

Die Ausstellung „Jüdische Realitäten“ zeigt Werke von fünf jüdischen Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Großbritannien und Israel, die in verschiedenen Medien arbeiten: Fotografie, Malerei, Zeichnung, Objektkunst und Text. Der Titel verweist einerseits darauf, dass jüdisches Leben, jüdische Gegenwart und jüdische Kultur stets in ihrer Pluralität gedacht werden müssen. Andererseits bezieht er sich darauf, dass sich jüdische Realitäten mit dem Massaker der Hamas im Süden Israels am 7. Oktober 2023 weltweit einschneidend verändert haben. Einige der gezeigten Arbeiten entstanden als direkte Reaktion auf den Terrorangriff. Andere setzen sich mit dem Erbe jüdischer Familiengeschichten auseinander oder zeigen jüdische Realitäten in Europa lange vor dem 7. Oktober.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof und dem Berliner Verein werkraum bild und sinn. Sie geht zurück auf das von den beiden Kuratorinnen Alexandra Klei und Annika Wienert 2025 herausgegebenes Jahrbuch „Jüdische Realitäten nach dem 7. Oktober 2023“. In einer Zeit, in der in der Wissenschaft, der Kunstwelt, der Kultur und im öffentlichen Diskurs jüdische Stimmen angegriffen, zum Schweigen gebracht und ausgeschlossen werden, wollten die Herausgeberinnen genau diesen Stimmen einen offenen Raum geben. Die Ausstellung stellt eine Weiterentwicklung der Publikation dar und überführt die Werke in den konkreten Raum einer Ausstellung.

Die gezeigten Kunstwerke suchen Resonanzen mit dem Ausstellungsort, der als Teil des Ensembles Alter Leipziger Bahnhof zum ehemaligen Güterbahnhof Dresden-Neustadt gehört, der zwischen 1941 und 1945 als Ort der Deportation von Jüdinnen und Juden in Konzentrations- und Vernichtungslager diente. Im Sinne des 2025 veröffentlichten Konzeptes für die künftige Gedenk- und Begegnungsstätte macht das Projekt jüdische Gegenwart sichtbar und ermöglicht es, heutige Erfahrungen und Perspektiven von Jüdinnen und Juden im erinnerungskulturellen Diskurs zu verorten.

Vernissage: Sonntag, 16. August 2026, 18 Uhr
Feierliche Ausstellungseröffnung mit den anwesenden Künstlerinnen und einer Einführung. Die Ausstellung kann bereits ab 16 Uhr besichtigt werden. Im Anschluss: Musik im Garten mit Susan Glass (DJ, Leipzig).

Bitte meldet euch zur Teilnahme bis zum 15. August 2026 verbindlich an unter Anmeldung Jüdische Realitäten – Förderkreis Gedenk- und Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof in Dresden

Begleitprogramm

18. August 2026, 19 Uhr – Artist Talk mit Li Shir
Gespräch mit der Kuratorin Annika Wienert über Familiengeschichte, transgenerationale Traumata sowie künstlerische Verarbeitung von Schmerz und Erinnerung; in englischer Sprache, eine Aufzeichnung ist geplant. Anmeldung bis 15. August 2026.

21.–23. August 2026, täglich 16 Uhr – Ausstellungsgespräch
Im Rahmen des Sommerfests der Blauen Fabrik bieten die Ausstellungsmacherinnen Führungen mit anschließender Diskussion an.

30. August 2026, 18 Uhr – Lesung/Konzert „In the Talmood“
Mit Alexander Estis und Tatjana Davis: ein Abend zwischen Prosa, Lyrik, Musik, Satire, Klezmer und Experiment. Eintritt 6 Euro, 3 Euro ermäßigt; Anmeldung bis 28. August 2026.

6. September 2026, 18 Uhr – Theaterstück „Hey Jude, don’t be afraid“
Von und mit Konstantin Frank und Aviran Edri, Regie Benno Plassmann; zugleich Finissage der Ausstellung. Eintritt 10 Euro, 5 Euro ermäßigt.

Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 15 bis 19 Uhr, zusätzlich am 21. und 22. August 2026 jeweils von 15 bis 19 Uhr im Rahmen des Sommerfests der Blauen Fabrik. Weitere Führungen sind auf Anfrage per E-Mail an jr@alter-leipziger-bahnhof.net möglich.

Die Ausstellung wird vom „Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.“ veranstaltet. Mehr Informationen unter Mehr Informationen unter Jüdische Realitäten – Förderkreis Gedenk- und Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof in Dresden

Details

Beginn:
16. August
Ende:
6. September
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